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Ortsvorsteher Markus Weber verschließt sich mit falschen und fadenscheinigen Begründungen einer dringend notwendigen Aufklärung

Die SPD in Werbeln will die Vorkommnisse rund um die Verbreitung des ehrabschneidenden, mit Hilfe von KI generierten Deepfake-Videos von Bürgermeister Greiber durch Ortsvorsteher Markus Weber aufklären lassen und hat deshalb die Einberufung einer Sitzung des Ortsrats Werbeln beantragt.

Ortsvorsteher Markus Weber (Wir für Wadgassen) hat eine von der SPD Ortsratsfraktion Werbeln beantragte Sitzung des Ortsrates Werbeln mit falschen und fadenscheinigen Begründungen abgelehnt. Er spricht von Steuergeldverschwendung, da für eine Ortsratssitzung angeblich Sitzungsgelder anfallen würden.

Diese Darstellung ist falsch, was auch der Ortsvorsteher eigentlich wissen muss. Für die Mitgliedschaft in den Ortsräten wird monatlich eine pauschale Aufwandsentschädigung gewährt und gerade kein Sitzungsgeld. Das bedeutet, eine Sitzung des Ortsrates würde die Gemeinde keinen Cent kosten.

Viel schlimmer aber wiegt das fadenscheinige Argument, es handele sich bei der Angelegenheit um eine reine Privatsache. Als Ortsvorsteher repräsentiert man in besonderer Weise die Bürgerinnen und Bürger des Ortes und ist in herausgehobener Stellung damit auch moralisch verpflichtet, mit einem positiven Beispiel im Umgang mit- und untereinander voranzugehen. Das Weiterverbreiten von Videos mit solchen Inhalten kann wohl nicht als Positivbeispiel dieser moralischen Verpflichtung angesehen werden.

Als Ortsvorsteher will er durch das Verbreiten des Videos den Bürgermeister bewusst in ein schlechtes Licht rücken. Ein Amtsträger der Gemeinde greift hier also einen anderen Amtsträger der Gemeinde an. Mit Privatsache hat das rein gar nichts mehr zu tun.

Nach diesem sowie einem weiteren bekannt gewordenen Vorfall (Ortsvorsteher Markus Weber hat die Lebensgefährtin von Bürgermeister Greiber mit einem Schimpfwort verunglimpft) kommen nun massive Zweifel an der charakterlichen Eignung von Markus Weber für dieses besondere Ehrenamt auf.