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Wildschweine in Alt-Saarbrücken

Stadt muss endlich liefern

Der SPD-Ortsverein Alt-Saarbrücken zeigt sich verärgert über die weiterhin ungelöste Wildschweinproblematik im Stadtteil. Auch Monate nach dem vom Ortsverein initiierten Wildschweingipfel berichten Anwohnerinnen und Anwohner täglich von Wildschweinen im Wohngebiet, auf Wegen, in Gärten sowie im Umfeld von Kitas und Spielplätzen.

„Der Saufang war nie das Allheilmittel. Er kann höchstens ein Baustein sein. Trotzdem wurde die Debatte monatelang darauf verengt. Das hat Zeit gekostet und den Blick auf das verstellt, was längst hätte angegangen werden müssen: mehr Jagd vor Ort, ausreichend Personal, Schutzmaßnahmen an besonders betroffenen Stellen und Unterstützung durch Ordnungsamt und Polizei bei konkreten Gefahrenlagen“, kritisiert Timo Stockhorst, Vorsitzender der SPD Alt-Saarbrücken.

Abschließbare Mülltonnen oder wildschweinsichere Zäune können im Einzelfall sinnvoll sein. Als Antwort der Stadt greifen solche Hinweise aber zu kurz: Sie verschieben die Verantwortung immer wieder auf die Anwohnerinnen und Anwohner und machen ein Problem der öffentlichen Sicherheit zur privaten Kostenfrage. Wer sich solche Sicherungen nicht leisten kann, darf dadurch nicht schlechter geschützt sein. Auf Schulwegen, Kita-Parkplätzen oder Spielplätzen helfen private Maßnahmen ohnehin nicht.

„Die Menschen haben ihren Teil getan: Sie haben berichtet, gewarnt, nachgehakt und konkrete Erfahrungen eingebracht. Jetzt ist die Stadt am Zug. Alt-Saarbrücken braucht keine neuen Ausreden, sondern einen verbindlichen Plan“, so Stockhorst.

Der SPD-Ortsverein fordert die Landeshauptstadt Saarbrücken auf, den aktuellen Stand der angekündigten Maßnahmen und die nächsten Schritte verbindlich darzustellen. Dazu gehört auch die Frage, wann der Saufang tatsächlich einsatzbereit ist, wer ihn betreut, wie die Jagd personell gestärkt wird und wie alle Maßnahmen rechtssicher und tierschutzgerecht umgesetzt werden.