Warenhauskette real – SPD-Arbeitnehmer fordern ein Ende der Tarifflucht im Handel

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD Saar (AfA) fordern das Ende der Erosion der Tarifverträge im Handel. Das aktuelle Beispiel von Tarifflucht des Metro-Konzerns und seiner Tochter real zeige, dass die Politik endlich in Form einer Allgemeinverbindlichkeit gegensteuern müsse, so Dr. Luitpold Rampeltshammer Vorsitzender der AfA Saar.

Der seit Jahren wirtschaftlich angeschlagene Konzern ließ zu Beginn des Jahres die Tarifverhandlungen mit ver.di, trotz großzügigem Entgegenkommen seitens der Gewerkschaft, platzen. Die ver.di- Tarifkommission hatte zuvor von Unternehmen geforderte Lohnkürzungen von bis zu 40 Prozent nicht mittragen wollen. Seitdem versucht die Unternehmensleitung Tarifverträge mit dem als Pseudo-Gewerkschaft kritisierten Verein DHV zu deutlich schlechteren Bedingungen für die Beschäftigten abzuschließen.
Die Lohnentgelte, die nun bei real gezahlt werden sollen fangen bei 1600 Euro Brutto für Vollzeit an. In der Praxis würde dies für die allermeisten Betroffenen bedeuten trotz Vollzeitstelle auf Hartz IV- Niveau aufstocken zu müssen. Real würde somit ganz „real“ die Kosten für die Sanierung des Unternehmens zusätzlich zu ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf die Steuerzahler abwälzen. Der AfA Landesvorsitzende dazu abschließend: „Tarifflucht ist auch betriebswirtschaftlich der völlig falsche Weg, im besten Fall erkauft sich das Unternehmen damit etwas Zeit, eine nachhaltige Sanierung auf Kosten der Belegschaft und der Steuerzahler ist so nicht zu erreichen“.


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