SPD: Grüne in Saarbrücken gefährden Arbeitsplätze

Im Zusammenhang mit den Erweiterungsplänen der Gersweiler Firma Woll bahnt sich kaum 100 Tage nach Amtsantritt von Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) ein erster Koaltionskrach zwischen CDU, FDP und Grünen an.  „Ärgerlich dabei: Damit setzt Jamaika die Zukunft von Arbeitsplätzen in Saarbrücken aufs Spiel“, beklagt  der baupolitische Sprecher der Saarbrücker SPD-Stadtratsfraktion, Mirko Wirschum.

Während der Oberbürgermeister auf seinem Neujahrsempfang verkündet hatte, die Firma Woll solle die Waldfläche an ihrem Firmensitz für die Erweiterung nutzen können, dementieren nun die Grünen, dass es eine entsprechende Einigung gebe und stellen weiterhin die wirtschaftlich nicht darstellbare Verlagerung der Firma in den Raum.

Der Gersweiler Stadtverordnete Bernd Weber (Foto): „Die SPD steht an der Seite der Firma Woll. Hier haben wir ein innovatives und erfolgreiches Unternehmen, das seit langem im Stadtteil verankert ist und weitere Arbeitsplätze schaffen will.“

Das Maschinenbau-Unternehmen trete mit großem Verantwortungsbewusstsein gegenüber den eigenen Beschäftigten auf und engagiere sich vor Ort.

Woll sei auch dank innovativer Projekte im Bereich Umwelttechnik stark. Diese könnten weltweit hohen ökologischen Nutzen entfalten. Wer sich weiterentwickeln wolle, benötige aber nun einmal auch zusätzliche Fläche. Die Firma wolle in Gersweiler wachsen – ein kompletter Umzug sei weder für Woll, noch für die Landeshauptstadt sinnvoll.

„Selbstverständlich müssen ökologische Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt werden. Dazu ist die Firma Woll auch bereit, und zwar über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus“, versichert SPD-Fraktionschef Mirco Bertucci. Entsprechende Flächen seien in der näheren Umgebung vorhanden.  „Aus unserer Sicht lassen sich hier Ökologie und Ökonomie gut vereinbaren. Die Blockade der Grünen schadet der Entwicklung der Landeshauptstadt“, kritisiert Wirschum. (Foto: Strauch)


Für unser Saarland: Anke Rehlinger.