SPD-Arbeitnehmer fordern effektiven Schutz von Unternehmen und Beschäftigten vor Finanzinvestoren

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) Saar fordert die Politik auf die Unternehmen und Beschäftigten besser vor dem schädlichen Einfluss von Finanzinvestoren zu schützen. Geschäftsmodelle, die einzig auf kurzfristige Gewinnmitnahme nach Übernahme von Unternehmen oder deren Zerschlagung setzen müssen zum Schutz der Beschäftigten verhindert werden, so der AfA-Vorsitzende Dr. Luitpold Rampeltshammer.

Im Saarland ist das Whitesell-Desaster beim Schraubenwerk in Beckingen, die Probleme von Halberg Guss in Saarbrücken, sowie zuletzt die Schließung des Kabelbaumherstellers Dieter Eifler in Nohfelden auf die gefährlichen Methoden der Investoren zurückzuführen. Die Politik muss Schluss machen mit einer Geschäftspraxis, die gesunde und zukunftsfähige Firmen in den Konkurs führt und so allein im Saarland in den letzten Jahren hunderte Arbeitsplätze vernichtet hat, so Dr. Rampeltshammer.

Zum Schutz von Unternehmen und Beschäftigten empfiehlt die AfA-Saar daher, die Mindesthaltedauer von Firmen auf 5 Jahre gesetzlich festzuschreiben. Frühzeitige Kapitalentnahme aus den Unternehmen soll verboten werden. Zusätzlich muss die betriebliche Mitbestimmung insoweit erweitert werden, dass die Beschäftigten bei Vorbehalten gegenüber einem möglichen Käufer den Kauf per Veto verhindern können. Für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die bereits ihren Arbeitsplatz verloren haben kommen diese Maßnahmen zu spät ihnen muss nun unmittelbar geholfen werden.


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