Passfotoregelung nicht auf dem Rücken der letzten Fotogeschäfte vor Ort

Mit Besorgnis reagieren die saarländischen SPD-Bundestagsabgeordneten Josephine Ortleb und Christian Petry auf den Aktionismus des Bundesinnenministeriums, das die Passfotoerstellung unter behördliche Aufsicht und Durchführung stellen will. Dies würde die ohnehin stetig kleiner werdende Anzahl von Fotogeschäften vor Ort weiter unter Druck setzen. Dazu äußern sich beide Bundestagsabgeordneten wie folgt:

„Ich bin verwundert, in welcher Art und Weise Bundesinnenminister Horst Seehofer eine ganze Branche in den Regionen in Aufregung versetzt. Die Erstellung von Passfotos ist eine wichtige Einnahmequelle für die Fotogeschäfte vor Ort. Davon konnte ich mir bei kurzfristigen Gesprächen in zwei Saarbrücker Fotogeschäften zu Beginn der Woche, selbst einen Eindruck verschaffen. Für mich ist klar, es muss ein Ausgleich der Interessen gefunden werden. Vorschläge seitens der Fotobranche Missbrauch zu verhindern liegen vor“, sagt Josephine Ortleb.

„Hier prallen Sicherheitsinteressen und wirtschaftliche Interessen aufeinander. Es ist wichtig zu sehen, dass die Fotogeschäfte viele verschiedene Funktionen übernehmen: Sie sichern Arbeitsplätze, generieren Steuereinnahmen, verhindern Leerstand und sind als Dienstleister für Bürgerinnen und Bürger direkt vor Ort. Deshalb dürfen die saarländischen Fotogeschäfte in den Städten und den Gemeinden nicht benachteiligt werden“, ergänzt Christian Petry. (Foto: Wikipedia)


Für unser Saarland: Anke Rehlinger.