Bundeswirtschaftsminister bremst wichtigen Ausbau der Windkraft aus

Der dramatische Rückgang beim Ausbau der Windkraftanlagen im Saarland ist auf Entscheidungen zurückzuführen, die die Landesregierung nur bedingt beeinflussen kann.

Zwar sind Wind und Sonne die Energien der Zukunft. „Doch der Windkraftausbau ist in den letzten Jahren von der Bundesebene eingebremst worden“, sagt  Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger.  Denn geht es nach Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), käme der Ausbau an Land durch die 1 000-Meter-Abstandsregelung quasi zum Erliegen.

Rehlinger, die auch Saar-SPD-Chefin ist: „Da macht das Saarland nicht mit. Stattdessen sollten Anwohner und Kommunen von Windrädern vor Ort direkt finanziell profitieren durch ein Windbürgergeld.“ Die Anreize, Windräder zu bauen, müssen besser werden, wie auch die Planungs-, Verwaltungs- und Klageverfahren.

„Illusorische Abstandsregelungen jedenfalls steigern keineswegs die Akzeptanz, sondern würgen die Energiewende ab.“

Die saarländische Landesregierung hat übrigens auf der Regierungsklausur Ende 2019 bereits beschlossen, von der Opt-Out-Regelung Gebrauch zu machen, sollte die 1000-Meter-Abstandsregelung kommen. Konkret: Das Saarland würde da nicht mitmachen.

2019 war der Windkraft-Ausbau bundesweit ins Stocken geraten. Das ergab eine Untersuchung der Fachagentur Windenergie. Demnach rutschte der Neubau auf den tiefsten Stand seit mehr  als 20 Jahren. Nach der Agenturauswertung entstanden im Vorjahr in ganz Deutschland 276 Anlagen, davon zwei im Saarland. (Symbolfoto: Wikipedia)


Für unser Saarland: Anke Rehlinger.